Dr. rer. nat. Andreas Vantorre-Schwarz

  • ist Initiator des Klettersportmedizinischen Netzwerks und in der Regel Anlaufstelle für den Erstkontakt und die disziplinübergreifende Koordination.
  • geboren 1969 und seit Kindheit leidenschaftlicher Kletterer und Bergsteiger.
  • Promotion über die Gesundheit jugendlicher Leistungs- und Spitzenkletterer unter besonderer Berücksichtigung der MRT Diagnostik im Fachbereich Sportwissenschaften an der Technischen Universität Darmstadt.
  • seit über 30 Jahren Trainer im Wettkampfsport Klettern, Trainer A Wettkampfsport des DAV und Hessischer Landestrainer für Wettkampfklettern.
  • arbeitet als sportwissenschaftlicher Berater für Leistungs- und Spitzensportler in ganz Deutschland und hat aus seiner eigenen Jugendnachwuchsarbeit schon mehrere Deutsche Meister hervorgebracht.
  •  hält Fortbildungen für die Hessische Landesärztekammer und wirkt an Beiträgen zur bildgebenden Diagnostik an Ärztesymposien, Kongressen und Veröffentlichungen mit.
  • Tätigkeitsschwerpunkte im Netzwerk sind
    • das Erkennen von klettersportspezifischen Verletzungen und Überlastungen und
    • die rehabilitative Begleitung verletzter und überlasteter Kletterer, Boulderer und Speed Kletterer.
  • weitere Spezialisierungen bestehen
    • in der Ernährungsberatung von Leistungssportlern vor dem Hintergrund eines potentiell schädlichen restriktiven Gewichtsmanagements sowie
    •  im Bereich der Verfahren psychologischer Konditionierung insbesondere in Leistungsdrucksituationen und bei psychischen Barrieren z.B.im Essverhalten.

Schwerpunkte meiner Arbeit sind:

Die Erkennung von klettersporttypischen Verletzungen und Überlastungen hauptsächlich im Finger-, Schulter-, und Kniegelenksbereich. Mit den Radiologen des Netzwerkes ist zu diesem Zweck das diagnostische Darstellungsvermögen des besonders geeigneten bildgebenden Verfahrens der Magnetresonanztomographie auf die speziellen Fragestellungen im Klettersport ausgerichtet und perfektioniert worden.

Führender Gedanke ist, dass der frühen richtigen Diagnose entscheidende Bedeutung zukommt. Fehler oder Unentdecktes werden andernfalls in der therapeutischen Kette weitergereicht und gefährden den Erfolg der medizinischen Maßnahmen genauso wie den der Rehabilitation und des Trainingsmanagements.

Ein großer diagnostischer Aufwand in möglichst kurzer Zeit ist zwar organisatorisch anspruchsvoll, reduziert aber Irrtumswahrscheinlichkeiten und Restrisiken. Behandlungsoptionen, welche später entfallen, eröffnen sich und Athleten können vor einem riskantem Sportverhalten geschützt werden.

Umfangreiche diagnostische Kompetenz schnell verfügbar zu machen, steht daher im Leitbild des klettersportmedizinischen Netzwerkes an zentraler Stelle.

Die rehabilitative Begleitung verletzter und überlasteter Kletterer und Boulderer nach der ärztlichen Behandlung. Dabei führe ich in meiner Dissertation den Begriff des Beanspruchungsmanagements ein. Dieser beschreibt ein langfristiges, situativ regelndes Verfahren, beginnend direkt im Anschluss, nach Möglichkeit auch schon mit der medizinischen Intervention bis zur vollen Sportbelastbarkeit. Kennzeichnend ist ein flexibles Vorgehen nach der Entwicklung des gesundheitlichen Fortschritts im Gegensatz zu dem starren Vorgehen eines Therapieplans. Die nötige engmaschige Abstimmung mit den Ärzten hat nicht zuletzt die Netzwerkidee mitbegründet.

Die Analyse und Gestaltung des klettersportlichen Trainings nach den Grundsätzen von Konzeption, Realisation und Evaluation. Hierfür habe ich einen umfangreichen Merkmalskatalog der leistungsrelevanten Kategorien Kondition, Technik, Taktik, Kognition und Emotion entwickelt. Dieser wird mit evidenzbasierten Verfahren analysiert, um dem verbreiteten, spekulativen Trainingsverhalten eine Alternative zu bieten. Auch schwer fassbare Größen intuitiver Trainingskonzeptionen können so statistisch beschrieben werden – als Grundgerüst des Trainingsmanagements des Athleten mit seinem Trainer.

Die Ernährungsberatung von Leistungs- und Spitzensportlern. Um der Problematik umfangreichen konditionellen Trainings in Kombination mit einem restriktivem Gewichtsmanagement, vornehmlich bei Kletterern, zunehmend aber auch bei Spitzenboulderern gerecht zu werden, befasse ich mich seit vielen Jahren in Kooperation mit der leistungsphysiologischen / leistungsdiagnostischen Abteilung des Netzwerkes unter Dr. Ulrich Rhodius mit der Verbesserung der Ernährung und Esskultur meiner Athleten. Die Schwerpunkte sind zum einen der Schutz, besonders der jugendlichen Gesundheit durch die Prävention von Essstörungen, Stoffwechselstörungen und Mangelerscheinungen, zum anderen die Möglichkeiten der Leistungssteigerung differenziert nach dem Anforderungsprofil der unterschiedlichen Formen der Klettersportausübung und des Boulderns.

In meiner Funktion als Betreuer und Wettkampfbegleiter habe ich schon früh die Bedeutung mentaler Aspekte für die Kletterleistung erkannt.
„Ich treffe viele Athleten, die ihr hart erarbeitetes physisches Potenzial im Wettkampf regelmäßig nicht an die Wand bringen. Auf dem Körper langjähriger Konditionstrainingsexperten sitzt oft der Kopf eines Kindes, dass kognitiv und emotional auf hoher See treibt“.

Motivierende Maßnahmen und Motivationstraining, psychische Steuerungsfähigkeit ( z.B. der Aufmerksamkeit) und psychische Energie, mentale Belastung und Erholung sowie das weite Feld des Erkennens und des Umgangs mit Emotionen, Leistungsdruck oder psychischen Barrieren sind folglich ein weiterer wichtiger Teil meines Arbeitens geworden. Nicht als Dozent von Lehrbuchwissen sondern entsprechend meines Selbstverständnisses „möglichst nah am Menschen“ zu sein.

Gerade im Leistungssport geht nichts über eine professionelle Betreuung. Man braucht Menschen an seiner Seite, auf die man zählen kann.
Sebastian HalenkeDreifacher Jugendweltmeister, Worldcupgewinner, Mehrfacher Deutscher Meister

Sie haben Fragen? Rufen Sie mich an unter +49 6181 4130483.

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